Beiträge von tilsiter

    Hallo R.Peter,

    das Verhalten vom Tesla Fahrer war freundlich und irgendwie natürlich auch in seinem Eigeninteresse und er hat ja auch ruhig die 10 Minuten abgewartet bis ich die Säule frei machte.

    Der Hinweis auf die entfernte Schnellladesäule war ja richtig - wenn ich hätte schnell laden wollen.

    Ich hatte den Eindruck, dass er einer der wenigen Tesla Fahrer in der Gegend ist und das Parken/Laden direkt an, ja fast in, der Kneipe zum täglichen Feierabendritual für ihn gehört.

    Während der Festivalzeit von 3 Wochen kommt sicher sein Tagesablauf schön durcheinander.


    Grundsätzlich möchte ich noch betonen, dass ich beim Laden schon sehr vielen freundlichen Autofahrern begegnet bin, die zum Teil ihr Laden abgekürzt und die Säule freigemacht haben um mich schneller an die Säule zu lassen. Es wurde auch gerne gefachsimpelt, wegen meiner geringen Französischkenntnisse dann auch gerne auf Englisch oder sogar auf Deutsch.

    Das Laden ist doch etwas anderes als Diesel an der Tankstelle zu zapfen.


    Natürlich gibt es auch die negativen Erfahrungen. Auf einem Supermarktparkplatz waren von den 8 DC-Ladesäulen 7 Stück belegt. Die E-Renaults einer Leasingfirma parkten dort ohne Kabelverbindungen und von der Rückseite waren die Säulen nicht zugänglich, obwohl hunderte Parkplätze direkt daneben frei waren.

    Die 8. (freie) Säule stellte sich dann als defekt heraus.


    Ich weiß nicht ob es ein typisch franz. Phänomen ist, dass einige E-Autofahrer die Ladesäulenplätze nicht zum laden sondern zum priviligierten Parken benutzen.

    Und an den Markttagen auf dem Lande werden die Ladeplätze gerne zum Einkaufen benutzt, da gibt es wenig Verständnis für die Anderen. Gerne werden diese zentral gelegenen Plätze auch von Handwerkern belegt.

    Ich war ja jetzt zur Hauptreisezeit Ende Juli 2022 unterwegs, da wir seit Jahren ein Jazz-Festival in Südwestfrankreich (Marciac) in Gers so auf der halben Strecke zwischen Mittelmeer und Atlantic gelegen, besuchen. Das ist fahrtechnisch von Köln aus gesehen nicht der schnellste Hauptreiseanweg zum Süden. Außerdem habe ich absichtlich einen etwas unorthodoxen Weg quer durch Frankreich und über den Atlantik bei La Rochelle gewählt und die wenigen Mautautobahnteilstücke vermieden. Die Gesamtstrecke betrug in den 14 Tagen auch ca. 3.500 KM.

    Zum NAVI: Das Navi führt einen zielsicher zum gewählten Zielort. Aber es hat sich mir nicht erschlossen, warum das Navi den Weg über kleinste Dorfstraßen gewählt hat und nicht die direkt zwischen den Punkten vorhandene Nationalstraße. In meinem "alten" Citroen kann ich im Navi vorab auswählen, ein Tastendruck, ob ich

    - die kürzeste Strecke

    - die schnellste Strecke

    - den besten Weg Zeit/KM

    - oder die ökologische Strecke nehmen will.

    Und wie beschrieben ist die Zielführung bei Eingabe einer genauen Adresse mit Straße und Hausnummer beim Kona dann nur ein ungefährer Anhaltspunkt und hat mich ein paar Mal fast zur Verzweiflung gebracht.


    Das DC-Schnellladen in Autohäusern war oft möglich. Ich habe bei Porsche, Volvo und Nissan schnellgeladen. Bei Nissan wurden wir auch in den klimatisierten Verkaufsraum zum Warten eingeladen und bekamen auch einen Kaffee spendiert!

    Deswegen auch für das nächste Jahr: Hin- und Rückfahrt nicht an Samstagen und Sonntagen!


    Am Zielort in Marciac ist wegen des Festivals die Parksituation sehr eingeschränkt. Man bekommt zwar immer irgendwo auf den ausgewiesenen Feldern einen kostenlosen Parkplatz, jedoch mit längerem Fußweg zum Marktplatz.

    Direkt am Marktplatz, in 20 m Entfernung zu Life-Konzertveranstaltungen, befinden sich dort 2 Ladeplätze direkt vor einer Sportsbar! Ich habe an 4 Tagen versucht die Ladestation zu nutzen und an 3 Tagen Glück gehabt einen freien Platz zu ergattern und während des Aufenthaltes nicht nur den Gratis-VIP-Parkplatz zu nutzen sondern auch das Auto wieder aufladen zu können., bei Freshmile zum Preis von 17 ct. die kWh.

    P.S.: Diesen Ladeplatz schien ein franz. Teslafahrer immer als seinen persönlichen Parkplatz anzusehen. Gegen 16:30 Uhr erschien er jeden Tag, versuchte den Wagen dort zu parken und steckte des Anschlußkabel in seinen Tesla - startete aber nicht die Ladesäule und ging in die Kneipe.

    Er sprach mich dann eines Tages, als die beiden Plätze, von einem Deutschen und einem Niederländer, belegt waren an und erklärte mir höflich und nett, dass in nur 3 KM Entfernung sich eine DC-Schnellladesäule befindet und ich dort viel schneller meine Batterie wieder füllen könnte. Er hat dann brav die 10 Minuten, bis meine Frau zurückkam, gewartet und meinen freien Platz eingenommen.

    Meine erste "Überlandfahrt", ca. 3.500 km, quer durch Frankreich verlief positiv!

    Resümee:

    1. Planung vorab ist nicht verkehrt

    Ich habe meine Planung so eigestellt, dass ich nach ca. 300 Km Fahrt und einer Restreichweite von ca. 125 KM, an einem Ort mit DC-Schnellader Station machen wollte, so kann man auch "Strecke" machen.


    2. Die Ladestationversorgung in Frankreich empfand ich gut, aber

    man muss bedenken, dass viele DC-Ladestationen sich in Autohäusern sowie in großen Einkaufsmärkten befinden und diese sind in der Regel irgendwo in Industriegebieten und ABENDS, ab SAMSTAG-MITTAGS und SONNTAGS geschlossen!

    Man sieht sie zwar, aber es sind massive abgeschlossene Tore vorhanden.

    Die Hinreise von Dienstag bis Freitag war relativ einfach, die Rückreise an einem Samstag und Sonntag war nicht so klug!


    3. Es gibst sehr viele AC-Ladestationen mit bis zu 22 kW Ladeleistung! Viele befinden sich in den Innenstädten am Marktplatz, etc.. Man kann sehr citynah parken und beim Essengehen, Bummeln, etc. auch noch laden, oft sogar gratis!


    4. Ich hatte zwar 4 Ladeapps auf dem Handy, aber nur eine Ladekarte von ENbW.

    Das war auch nicht so klug. Oft funktionieren die Ladesäulen nur mit Karte und noch viel öfter war an den Ladesäulen auf dem Handy kein Empfang (Problem bei O2?) und dann steht man dumm da.

    Ich habe mit jetzt noch 2 zusätzliche Ladekarten von Freshmile (4,99 €) und Chargemap (19,99€) für die nächste Tour bestellt.

    Senkt den Blutdruck erheblich, egal welchen Preis man letztendlich fürs Laden bezahlen muss!

    Aber warum sind so viele Ladesäulen nicht kompatibel? Jeder Anbieter wie z.B.: Total Energies, Shell, Carrefour, Lidl, Mercedes, etc. kocht sein eigenes Süppchen und man benötigt eine Anbieter-Ladekarte, bzw. sind nicht in Verzeichnissen aufgeführt!

    Warum kann man nicht an den Ladesäulen mit der EC- oder Kreditkarte bezahlen? Gilt auch für Deutschland! An den Benzin-Tankstellen funktioniert das doch auch!



    5. Die App von ENbW zeigte viele Ladesäulen, dann musste ich jedoch festellen, dass diese dann im letzten Anzeigeschritt mit dem Hinweis versehen waren, dass der Säulenanbieter nicht mit ENbW zusammenarbeitet! Dann nützt auch die APP und die Ladekartre nichts. Gilt auch für einige Freshmileladesäulen!

    Also Planung und die Lädesäule bis zum Schluß durchzappen!


    6. Der E KONA mit der großen 64 kW -Batterie ist für solche Reisen ein hervorreagendes Auto!

    EINSCHRÄNKUNGEN:

    - das NAVI ist MIST

    selbst mit konkreter Straßenangabe und Hausnummer war das Auffinden eine "ungefähre" Sache, Abweichungen von mehreren 100-Metern sind keine Seltenheit. Auch die angezeigten Ladestationen waren nicht da wo das Navi sie anzeigte

    Navigieren mit Google Maps ist wesentlich genauer, selbst die ENbW-App führt einen näher heran - aber man braucht dazu natürlich ein NETZ!

    - warum lädt der E KONA nur mit 11 kW/h? Selbst die kleinen Renault Zoe`s schaffen die vollen 22 KW/h


    Es war ein toller Urlaub mit dem E KONA in Frankreich, ein bisschen abenteuerlich, aber ich bin nicht liegen geblieben und werde demnächst das Ganz wiederholen - unter Berücksichtigung meiner Erfahrungen!



    -

    Meine Erfahrzung zum Laden im Ausland (F) mit einer Kreditkarte waren eher negativ


    1. Auf einer Autobahntankstelle (Total) konnte neben einer (nicht vorhandenen) Total-Ladekarte -app auch mit einer Kreditkarte geladen werden.

    Nach Scannen der Ladesäule öffnete sich die Total-Energies Seite, am unteren Bildrand war auf dem Handy nur der "WEITER"-Button und danach öffnete sich eine "merkwürdige" Seite auf der eMail und Kreditkartendaten eingegeben werden sollten - im spärlichen Text war dann von einem ABO für Filme, Bücher, etc. angeben, jedoch fehlten die Angaben zum Betreiber, Adressen, Tel., etc.

    Ich habe es dann abgebrochen, denn über solch eine Seite bin ich schon mal einem Unternehmen, welches die Anbieterseite gehackt hatte, aufgesessen und musste dann die Kreditkarte sperren lassen. Lustig im Urlaub im Ausland!


    2. Ladevorgänge mittels APP funktionieren eigentlich sehr gut.

    NACHTEIL: Man braucht ein NETZ

    Gerade bei meiner "Tour de France" über 3.500 Km quer durchs Land musste ich leider schmerzhaft feststellen, dass in der "Pampa" sehr oft kein Netz (auf 2 verschiedenen Handy`s) verfügbar war und dann steht man ohne Ladekarte dumm da.


    3. Ich verstehe nicht, warum die Ladesäulenbetreiber die Display`s immer im vollen Sonnenlicht ohne "Beschattungskasten" montieren. Am Tag sind die Displays für mich kaum oder gar nicht lesbar (auch in D) und ich scheiterte dann öfters am nicht zu handelden Display!!!!


    4. Bisher hatte ich nur eine EnBW-Ladekarte. Für die Zukunft werde ich mir zu den auf dem Handy vorhandenen APP`s auch jeweils eine Ladekarte besorgen, damit ist der Ladevorgangstart sicherer. Dies gilt solange jeder Anbieter sein eigenes Ladesäulensüppchen kocht und die Netzabdeckung nicht 100%ig ist.

    Frankreich - Luftqualitätszertifikat:


    Ich bin begeistert von der französischen Verwaltung, dort funktioniert einiges besser als bei uns.


    Das Zertifikat habe ich unter:

    https://www.certificat-air.gou…cat/demande/ext/vehicules

    (Die Sprache "Deutsch" kann auf der Seite im Menü eingestellt werden)


    am16.07.2022 / um 01:46 h im Internet bestellt und die 4,51 € direkt bezahlt,

    am17.07.2022 / um 04:33 h kam die Bestätigung per Mail mit der Rechnung.

    Dort ist das Zertifikat auch abgebildet.


    In der Mail wurde bestätigt:

    "Anbei finden Sie die Rechnung für Ihre Bestellung eines Luftqualitätszertifikats für das Fahrzeug mit dem Kennzeichen xxxxxxxxx.

    Ihr Zertifikat wird in Kürze per Post an die bei der Bestellung angegebene Lieferadresse versandt.

    In der Zwischenzeit kann diese Rechnung als Beleg für die Bestellung eines Luftqualitätszertifikats und für die Einstufung Ihres Fahrzeugs dienen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Der Dienst für die Ausstellung von Luftqualitätszertifikaten"

    Nach meinen anfangs gemachten Erfahrungen mit dem gelben Spiralkabel würde ich davon ausgehen, dass hier vom Händler nur das einphasige Ladekabel übergeben wurde.


    Allerdings sehe ich auch bei deinem Beitrag, dass der Kona EZ 01/2019 ist.


    Bei meinen Problemen mit den ein-, bzw. dreiphasigen Kabel wurde mir vom Händler erklärte, dass die ersten Konas neben der Möglichkeit des Schnellladers nur einen einphasigen Lader hatten und deshalb ein laden mit max. 4,7 kWH hatten.

    Erst ab Modelljahr 2021 können die Konas auch dreiphasig, also 11 kWH, war die damalige Aussage.




    Da ich bei verschiedenen Hyundai Händlern auch die Erfahrung machen musste, dass sie den Kona zwar verkaufen, aber technische bzw. bei spezielleren E-Fragen mir einen völligen Blödsinn erzählten.

    Zum Beispiel hatten die Mitarbeiter zwar einmal etwas von ein-, bzw. dreiphasigem Ladekabel gehört, das der Lader im KONA E auch ein- oder dreiphasig laden können muss war nicht bekannt. Eine Aussage war auch, wenn dem Auto ein dreiphasiges Kabel beiliegt, dann kann der Wagen das auch benutzen oder dass der KONA E an der Schnelladesäule auch mit der Leistung die die Säule erbringt, also auch mit 300 kWH, geladen werden kann!


    Hier besteht seitens Hyundai / Händler noch großer Schulungs-Nachholbedarf!


    Mittlerweile meine ich, dass ich bei Fragen rund um den Kona E doch einigen Verkäufern noch etwas erklären kann.

    Denn, wenn man etwas Zeit und Interesse investiert kann man über das Forum und anderen Quellen im Netz durch die Nutzer Erfahrungen und Wissen mitgeteilt bekommten und somit Lösungen findet.

    Hallo meute,


    Danke für die beiden Bilder.

    Hätte ich diese beiden Bilder früher gesehen wärme mir das "falsche" Spiralkabel bei der Abholung beim Händler aufgefallen.

    Hätte mir 100 € sparen können (Differzenz Verkauf Spiralkabel und Neukauf 3-phasiges Kabel).

    Aber beim Kona lernt man immer wieder dazu.

    Ich habe meinen Kona auch als Tageszulassung mit 11 KM auf dem Tacho vom Händler gekauft.

    Bei der Abholung nur einen Mietvertrag für 5 Monate unterschrieben, Fahrzeug war auf Kosten des Autohauses vollkasko-versichert, die Papiere und den Brief erhalten und nach 6 Monaten Ende der "Erprobungszeit" auf mich umgemeldet. Der Händler hat auch noch die Kosten für die Ummeldung übernommen, incl. Wunsch-Kennzeichen.

    Ging alles völlig unkompliziert

    Bei meinem Kona 64 kWh war bei der Übergabe im August 2021 auch ein orangefarbenes Spiral-Ladekabel der Firma Lapp dabei.

    Bei der Nutzung fiel mir als Elektroautoanfänger anfangs erst gar nicht auf, dass die lange Ladedauer auf ein 1-phasiges Kabel zurückzuführen war.

    Ich habe mir ein 3-phasiges Ladekabel im Netz bestellt und war dann über die Ladegeschwindigkeit erfreut.

    Das 1-phasige Kabel konnte ich an einen PHEV-Fahrer verkaufen.

    Erst Anfang 2022 nahm ich meinen Hyundau-Kaufvertrag nochmals in die Hand und stellte fest, dass im Kaufvertrag ein 3-phasiges Ladekabel extra vermerkt war.

    Der angesprochene Händler konnte sich das 1-phasige Kabel bei der Übergabe nicht erklären (wäre bei der Übergabe so im Fahrzeug gewesen) und nach 5 Monaten keine Reklamation mehr sehen.

    Durch den günstigen Einkauf sowie den Verkauf sind halt 100 € Mehrkosten bei mir hängen geblieben. OK, war mein Fehler, beim nächsten Auto werde ich darauf achten.