Beiträge von Micha1163

    Woher hast Du diese Information? Meiner Meinung nach kann das nicht sein. Bei einem Lithium-Ionen System sind die synchronen Spannungen derart zentral, das BMS schaut peinlich darauf die halten zu können, und sorgt wenn nötig für Ausgleich. Weicht eine Zelle deutlich ab (wir sprechen dabei bereits bei 0.1V von sehr deutlich), dann wirft das BMS eine Warnung, und meldet einen Akkudefekt, das wird nicht über den SOH abgebildet, der müsste schon in irgendeiner Weise die Kapazität abbilden.

    Für deine Einschätzung spricht viel. Ich habe meine "Information" von nirgends, deswegen schrieb ich einleitend "Nach meinem Dafürhalten". :) Trotz Suchens habe ich nirgends eine verlässliche, offizielle Quelle gefunden, die Bedeutung und Herkunft des Wertes beschreibt. Was mich zweifeln lässt, ist, dass erstens die Hersteller garantiehalber ein Interesse an hohen Werten haben und zweitens ohne Vollzyklus die Kapazität gar nicht ermittelt werden kann. Darum ist ja der AVILOO-Premium-Test so aufwändig. Vorstellbar ist, dass das System aus den Spannungsschwankungen während des Gebrauchs bzw. Ladens die tatsächliche Kapazität ermittelt. Ich habe meinen Kona gebraucht gekauft und während der Suche eine ganze Reihe Autos vor Ort gecheckt - alle hatten 100% SOH.


    Tatsächlich sind die Akkus von Hyundai und Kia anscheinend wirklich sehr zuverlässig und langlebig, vor allem die 64-kWh-Packs. Sicher auch ein Ergebnis des konservativen Lademanagements.

    Hallo Gemeinde,


    nach meinem Dafürhalten sagt der SoH-Wert, den man über das Bodsystem am OBD auslesen, nichts über die Restkapazität der Batterie aus. 100% besagt lediglich, dass es innerhalb des Gesamtsystems aus Modulen und Zellen keine Dysbalance oder Defekte gibt, zum Beispiel Zellen mit deutlich abweichender Spannung. Wenn sie gleichmäßig altern - dafür sorgt das Batteriemanagement - nimmt die Kapazität überall gleichmäßig ab, der SoH steht bei 100%, die Restkapazität liegt aber vielleicht nur noch bei 95%. Trotzdem - oder gerade deswegen - kein Grund zur Sorge.

    Ich wüsste nicht, warum ausgerechnet die Hupe nicht unter die Garantie fallen sollte. Bei noch 4 Jahren Laufzeit wird es ja die Werks- und nicht die Anschlussgarantie sein. Da es sich sicher um keine Verschleißproblematik handelt, würde ich davon ausgehen, dass das ein Garantiefall ist.

    Dann geb' ich meinen Senf auch mal dazu. Ich fahre erst seit Dezember 2025 elektrisch und habe mir eine Kartensammlung zugelegt mit Anbietern die in meinem absehbaren Orbit halbwegs günstige Tarif bieten. Ich fahre nicht mehr so viel, etwa 15-18 tkm/p.a, vielleicht etwas mehr. Ich habe das Glück, dass das zentrale Düsseldorfer Stadtgebiet und vor allem in meinem unmittelbaren Umfeld reichlich Stadtwerke-Ladesäulen vorhanden sind. Und die Frontlade-Architektur des Kona ist einfach geil! :) Ich zahle hier um die Ecke 0,44 € für AC und 0,56 € für DC. Technische Ausfälle sind vernachlässigbar - außer bei Aldi-Standorte mit ständig gekappten Ladekabeln. Das Entriegeln war auch nur hier gelegentlich problematisch, aber den Trick mit dem "Auto verschließen, Auto wieder aufschließen" habe ich bei der Gelegenheit gelernt.


    Da der Kona, vor allem der OS, ja auch DC vergleichsweise gemütlich lädt und C-Raten von 1 kaum überschreitet, kann man das meiner Meinung nach ohne Sorge machen und damit die Ladeverlust ein bisschen eindämmen. :)

    Ich habe nicht unterstellt, es würde jemand gezwungen. Für Kühlwasser gilt das gleiche: Wenn du regelmäßig nachfüllen musst, ist was kaputt, beides sind geschlossene Systeme, da ist kein Verbrauch vorgesehen. Und "praktisch wartungsfrei" heißt, das ich praktisch (also in meiner Praxis) noch nie eine Wartung bezahlen oder beauftragen musste. Dass es auch für Verbrenner angeboten wird, macht es nicht automatisch sinnvoll, oder? Und zu deiner These, es könne ja gar nicht Strategie des Herstellers sein: Ersetze Hersteller durch "Werkstatt". Ist wie die IGL-Leistungen beim Arzt. Erzeugt Umsatz bei fragwürdigem Nutzen. Wäre es nicht fragwürdig, wäre es nämlich garantierelevant.

    Es hat Kältemittel und Kompressoröl gefehlt. Deswegen hat allein die Klimaanlagenwartung ca 350,-€ plus MWSt gekostet; davon 15,- für das Kompressoröl und 69,- für das Kältemittel. Das sind 415,-€ nur für die Klimaanlage. Aber besser rechtzeitig auffüllen als bis zu einem Ausfall warten.

    Moin Gemeinde. Ich teile das anscheinend weit verbreitete Verständnis für die Wartungskosten nicht. Das Ganze ist meies Erachtens hauptsächlich die Strategie der Hersteller, ihre liebgewonnenen Verbrenner-Umsätze ins Elektro-Zeitalter herüberzuretten. Das kann man nachvollziehbar finden, aber besser wird's dadurch nicht, wenn es fachlich nicht geboten ist.


    Ich fahre seit knapp 35 Jahren Autos mit Klimaanlage, darunter Audis, BMW, Alfa Romeos, Porsche. Noch nie habe ich etliche hundert Euro für "Klimaanlagenwartung" bezahlt. Meine Erfahrung, ohne Fachmann zu sein: Entweder, es gibt einen Defekt (der ist zu reparieren), oder die Anlage läuft praktisch wartungsfrei. Wenn mir eine Werkstatt was von "fehlendem Kompressoröl" erzählt, hielte ich das für einen reparaturwürdigen Defekt oder Beutelschneiderei: Man will die Werkstattumsätze retten. Fehlt Kältemittel, ist irgendwas kaputt und undicht und muss ebenso - ggf. auf Garantie oder im Wege der Gewährleistung - repariert werden.

    Ich wage die These, dass garantiegedeckte Batterieschäden in den ersten Jahren nicht häufiger vorkommen als Motorschäden bei Verbrennern. Sehr beliebt und legendär die Schäden bei VW-Motoren nach Frostnächten vor ein paar Jahren oder die Lukasil-996er und 997er Motoren, die reihenweise mit 50 tkm auf der Uhr gestorben sind. Da gibt es ganze Gewerbezweige, die sich auf die Revisionen der Kolbenkipper-Motoren spezialisiert haben. Schaut mal in die Foren. Man hört nur weniger davon, weil das bei Verbrennern schulterzuckend als normal und "Pech gehabt" abgetan wird und bei Batterieschäden eher mit "ich wusste es ja immer - wieder eine hinüber" hochgejazzt wird.

    Beim Verbrenner kann man alles selber machen? Das war vielleicht in den 90ern noch so. Außerdem: Vieles, was man beim Verbrenner "selber machen" konnte, sind Verschleißreparaturen oder Wartungsmaßnahmen, die beim E-Auto gar nicht anfallen: Zündkerzen, Ölwechsel, Luftfilter, Kühlwasser, mal einen maroden Schlauch erneuern....

    Und der Garantiezwang, den du zu Recht anführst, ist doch kein E-Auto-Phänomen, das gibt es bei Verbrennern ebenso.

    Das ist so. Ich habe das bei Hyundai in Offenbach erfragt und schriftlich (per Mai) bekommen, als ich im Herbst gesucht hatte. Solange es ein Vertragshändler ist, können die verpassten Services nachgeholt und die Standzeit im Serviceheft von diesem bestätigt werden - dann bleibt die Garantie erhalten.

    Du meinst vermutlich die Gewährleistung, DIE ist gesetzlich geregelt. Und ja, Garantieleistungen sind freiwillig, beruhen aber dennoch auf einem Vertrag, der nicht beliebig ausgelegt werden kann. Es gibt reichlich Rechtsprechung, die verhindert, dass Garantien (die du ja über den Kaufpreis mitbezahlt hast, sie sind mitnicht kostenlos) beliebig ausgelegt werden können. Insofern gilt das von mir Gesagte durchaus für GARANTIEN.