E10 darf bis zu 10% Ethanol enthalten, tut es aber so gut wie nie. Das "Vergammeln" ist ein irreführender Ausdruck. E10 ist aufgrund des Ethanolanteils hygroskopischer (wasseranziehender) als E5. das bedeutet das der Wasseranteil mit zunehmendem Alter steigt. Dies ist m.E. bei Einspritzanlagen vernachlässigbar und kann nur bei Vergasern zu Problemen führen. Die "Aggressivität" von E10 auf Kraftstoffleitungen und Dichtungen beruht ebenfalls auf dem Ethanolanteil. Deshalb sind für E10 freigegebene Motoren mit entsprechend ethanol-resistenten Leitungen und Dichtungen ausgerüstet.
In den USA gibt es übrigens schon E20; das hat mit Mercury (Bootsmotoren) mitgeteilt als ich anfragte, ob man ihre Motoren mit E10 betreiben darf.