Elektroauto Ad-hoc-Laden in der Praxis: Frust und Freude ohne Vertrag

  • Elektroauto Ad-hoc-Laden in der Praxis: Frust und Freude ohne Vertrag
    Vertragsfrei öffentlich Laden hat Vorteile und wird dank AFIR bald noch besser. Noch ärgern niedrige Ladeleistungen und ein Standortmangel entlang der Autobahn.
    www.heise.de


    Gerd Bremer pflegt eine auf Google Maps basierende Karte mit Standorten, die sofort ohne App zugänglich sind und an denen der Strom höchstens 50 Cent pro Kilowattstunde kostet.

    Günstig Ad-hoc-Laden – Google My Maps
    Mindestens 50 kW CCS Stand 19.08.2025 Ohne Gewähr Die Karte hilft dir weiter? Unterstütze mich: https://paypal.me/GerdBremer (erst senden, dann Betrag…
    www.google.com

    Hyundai Kona Elektro SX2 Prime MY26 150 kW (204 PS), 65 kWh, Technik-Paket, Meta Blue Mineraleffekt

    Software: SX2EV.EUR.ccNC.001.002.260312

    Wallbox DaheimLader Touch 11 kW


    fraenk for friends Code: MATF103
    THG-Prämie: https://quotlix.de/r/986f263d

  • Die Karte hätte mir wohl gute Dienste geleistet, hab den Post wieder vergessen. Wir waren die letzten 2 Wochen gerade 2200 km unterwegs CH-Frankreich-Spanien mit dem Kona Elektro SX2.

    Ich hätte am liebsten geschrieben "heute alles kein Problem mehr". Leider muss ich "Ja - aber" schreiben.


    Insgesamt habe ich 10x DC geladen in dieser Zeit.Ich habe konsequent nur ad Hoc bezahlt, das funktionierte überall. Mein Fokus war nicht auf bestem Preis, ich habe einfach geschaut mit der ABRP Routenplanung dass wir alle ca. 200-250km einen Stopp kriegten für Hund, WC und Verpflegung. Quer durch alle Ladestationsmarken und Anbieter geladen.


    Das Gute: Man findet in diesen Ländern IMMER eine Ladestation und kriegt schlussendlich eine Ladung gebacken.


    Damit E-Mobilität bei der Allgemeinbevölkerung ankommt, muss aber schon noch was passieren: Folgende Erfahrungen (Positive wie negative)


    -Ladeleistung: Ich hab mich gefreut, der Kona brachte mir ohne Vorkonditionierung eigentlich immer die 96 -105 kW bei Anstecken unter 40% Ladestand, und dann bis ca. 65% hoch.


    -Tesla-Lader: dort kriegte ich die Ladung am schnellsten an den Start. Blendgeschützte kleine Displays, Bank-Karte hinhalten, Pin eingeben, einstecken, laden.


    -Die Lader stehen fast ausnahmslos in der Witterung. Deshalb waren auch manchmal die Displays blind oder verkratzt. 1x musste ich die Säule wechseln deswegen.


    -Das Vorgehen ist bei jedem Anbieter anders. Teils führte der QR-Code nur zum Download einer App =>nogo. Ad hoc Zahlung war dann zwar möglich, über das kleine Kartenterminal was öfters angebracht ist. Aber zuerst musste man das checken, denn am Hauptbildschirm war nur mit der spezifischen Ladekarte etwas möglich. Für Anfänger ein Spiessrutenlauf.


    -1x musste ich die Säule wechseln, weil DC nur 30kW brachte (an 175kW Säule), Ladestand unter 30%. An der nächsten Säule dann kein Problem => 96 -105 kW. Der nachfolgende Peugeot hatte an der defekten Station das selbe Problem. Ein weiteres Mal musste ich anderswo den Stecker nebenan benutzen, weil einfach keine Verbindung zustandekam mit dem Kona.
    =>Automatische Fehlererkennung und Meldung an den Anbieter wäre Pflicht, die Säule weiss ja was das Auto saugen könnte, bzw dass ein Verbindungsfehler passierte.


    -1x musste ich die Säule wechseln (e-totem), weil die Verbindung nach 1 min Laden abgebrochen wurde. Die Säule hatte eine Blockierung drin, dass das gleiche Fahrzeug nicht mehrmals die Ladung starten kann, musste ich an die nächste Säule, dort klappte es.

    -1x hab ich eine Frau mit einem Smart #1 beobachtet, wie sie an einer Raststätte am 400kW Lader ansteckte, aber dann schlussendlich am Typ 2 Ausgang, weil die Beschriftung der Stecker und Säule wohl nicht klar war (Säule Nr. 2 oben gross angeschrieben, die Stecker dann mit 1-3 kleiner angeschrieben. Nr. 2 war eben der Typ2. Ihr war eventuell nicht bewusst, dass Typ 2 nur langsam ist. Ich habe auch nicht gewagt, etwas zu sagen, Frauen können empfindlich reagieren auf "Weisst Du was Du da machst?" Fragen. Warum gibt es bei modernen Schnellladern noch Typ 2 Steckern? Das bringt doch unterwegs niemandem was.


    Kosten:
    Ich hatte Schnellladepreise pro kWh von 0.43 Euro (Tesla) bis zu 0.69 Euro.
    Gesamte Energiekosten der 2200 km Reise: 211 Euro, inkl. Auffüllung an der Wallbox Zuhause. Tempo immer ausgeschöpft was erlaubt war, Frankreich Tempomat auf 130, Spanien/CH 120. Verbrauch 18-20 kWh/100km.

    Mit sparsamem Verbrenner (6.5l/100km) hätte ich über 300 Euro bezahlt bei den aktuellen Preisen, also Energiepreis unterwegs ca. 2/3 vom Verbrennerpreis (ohne auf günstige Säulen zu achten).


    Strom aus der Wallbox (Ökostrom vom lokalen Anbieter mit Flusskraftwerk) Zuhause liegt bei unter 30 Cent aktuell, somit ca. 1/3 vom Verbrennerpreis.

    Kona Electric MJ24, 🇨🇭Amplia, 65kWh, 17", WP, Serenity white, Akzentfolierung, Software SX2EV.EUR.ccNC.001.002.260312

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