Da ich meinen Hyunday Kona erst im Dezember bekommen möchte ich hier nachfragen, ob hier von den Anwesenden jemand weis ob es unbedingt nötig ist, sich eine Wallbox für das Aufladen zu besorgen, oder ob eine "normale" Steckdose auch langen würde ?
Danke im Voraus für die Beantwortung meiner Frage !??!
Hi Lexuss
eigentlich haben es ja schon alle irgendwie gesagt, aber es kribbelt mir in den Fingern, das alles nochmal auf einen Nenner zu bringen und mit meinen eigenen Erfahrungen zu vervollständigen.
Mit viel Geduld geht alles, auch das Laden von einem leeren 64 kWh Akku mit einem Steckdosenladekabel, das es gerade mal auf 2,4 kW Ladeleistung bringt....
Und da haben wir schon das erste Problem. Eine herkömmliche Schukosteckdose, über längere Zeit bis zum Anschlag belastet, dankt das mit nicht unerheblicher Hitzeentwicklung. Vielleicht gibt es in der Verkabelung zu dieser Steckdose sogar noch ein paar Verteilerdosen mit oxydierten Lüsterklemmen .... ok, ich brauche das Problem sicherlich nicht weiter auszuführen....
Abhilfe: Elektriker bestellen. Der soll vom Verteilerschrank aus ein separat abgesichertes Kabel mit mindestens 3x2,5² legen und da, wo du deinen Kona laden wirst, eine GreenUp-Steckdose setzen. Das ist eine spezielle Schukosteckdose, die durch ihren Aufbau und die verwendeten Materialien in der Lage ist, ein Steckdosenladekabel auch mit der vollen Leistung von 3,8 kW zu betreiben.
Und wenn jetzt der Elektriker schon mal im Haus ist und Strippen zieht, dann stellt sich die Frage, warum er nicht direkt Nägel mit Köpfen macht und ein vernünftiges Kabel mit 5x2,5² oder je nach Entfernung vom Verteilerschrank auch direkt 5x4² verlegt und in der Garage eine kleine schnuckelige Wallbox installiert. Damit hast du dann Ladeleistungen von bis zu 11 kW, die dein Auto auch bei leerem Akku schnell wieder einsatzbereit machen. Auch entfällt jedesmal das umständliche "Ladekabel im Kofferraum suchen, ausrollen, anschließen, hinterher wieder aufrollen und verstauen" .... Ich möchte auf keinen Fall meine Wallbox mehr missen ....
Zum Abschluß noch ein paar Gedanken: Wenn du nicht die entsprechenden Qualifikationen hast - sprich Meister Elektrotechnikhandwerk - solltest du auf jeden Fall ein Fachunternehmen beauftragen. Das hat versicherungsrechtliche Gründe, denn wenn irgendwann mal was passiert und der Grund dafür an ganz anderer Stelle liegt - wir alle wissen, dass Versicherungen im Schadensfall gerne in den Krümeln suchen um Leistungen mindern oder sogar verweigern zu können ....
Und wenn du dich zu einer Wallbox entschließt, dann lass dir in der Nähe des Montageplatzes noch einen zusätzlichen Sicherungsautomaten in ein kleines Kästchen setzen. Ich benutze den, um damit meine Wallbox in Leerlaufzeiten komplett abzuschalten. Da ich bei mir in dem Kästchen auch noch einen digitalen Stromzähler habe um zu protokollieren, was bei jedem Ladevorgang tatsächlich incl. aller Verluste in den Akku fließt, konnte ich so feststellen, dass meine Wallbox aufs Jahr gesehen in den Leerlaufzeiten ca 9 kWh verbrät. Jetzt wird sie nur noch eingeschaltet, wenn geladen wird und rum ist´s mit den Verlusten ...
Und dann gilt es noch zu prüfen, ob du in der Gegend, wo du wohnst, für eine Wallbox noch eine Förderung einstreichen kannst 😉
So, und jetzt erst mal einen schönen Dienstag an alle ...