Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern

  • Genau das war auch mein Gedanke.

    Ja, für etwas Reichweite reicht Schuko. Aber eben mit den alten Leitungen, dann nur einzelne Drähte, keine ummantelten 3er Kabel und ein komplett unbekannter Zustand über der einzelnen Drähte und wo die wie liegen, wollte ich das nicht.

    Mobile Wallbox die man auf 8 oder 6 Ampere runterschalten kann inkl Temperaturfühler im Stecker ist keine Möglichkeit ?

    Kona Electric MJ24, PRIME, 65kWh, 17", WP + Extras :thumbsup:

  • Ich habe auch so 2 Jahre über eine Schuko-Steckdose geladen. Das Kabel dafür war aber auch 2,5 mm² und in der Verteilerdose wurden Wago-Klemmen verwendet. Das hatte ich bei diversen Renovierungen in weiser Voraussicht mal von meinem Zähler in der 2. Etage bis in die Garage im Kellergeschoss gelegt, als ich noch gar kein E-Auto hatte. Noch weiser wäre es gewesen direkt ein 5-adriges Kabel zu verlegen, aber da habe ich noch gar nicht an ein E-Auto gedacht, sondern ich wollte halt überhaupt mal Strom über den eigenen Zähler im Keller und der Garage haben.


    Da geht das mit dem beiliegenden Ladeziegel selbst bei 12A ganz gut, wobei ich mich aber mit 10A begnügt habe. Mit der Zeit oxidieren die Kontakte aber und nach fast 2 Jahren traten dann an der Steckdose doch thermische Probleme auf. Da habe ich zumindest festgestellt, dass die thermische Überwachung bei dem Teil funktioniert.


    Ich habe deshalb einen neuen Ladeziegel mit blauem CEE Campingstecker gekauft und eine entsprechende Campingsteckdose installiert. Der ist dann sogar für einen Dauerbetrieb mit 16A geeignet.


    Ich bin mit dem CEE Stecker ganz zufrieden und lade jetzt mit 12A. Da dauern 10% Ladung knapp 3 Stunden. Bei Laden mit 10A sind das schon 4 Stunden und darunter wird es echt zäh. Ich lade also meistens, wenn ich so im 30% Bereich bin auf 80%. Das dauert dann so 12-15 Stunden.


    Eine echte Wallbox habe ich auch mal bei verschiedenen Elektrikern angefragt. Da fingen die Angebote dann nur für den Stromanschluss und den erforderlichen neuen Zähler mit Sicherungskasten so bei 7000 Euro an. Da ist die Wallbox noch gar nicht drin. Das Haus ist halt von 1966 und wenn da was geändert wird, muss das halt unter Berücksichtigung der aktuellen Brandschutzbestimmungen erfolgen, die es damals noch gar nicht gab. Das macht die Sache extrem teuer und das möchte ich nicht alleine bezahlen. Vielleicht finden sich ja irgendwann noch mehr Eigentümer, die eine Wallbox wollen.

    Kona SX2 Elektro (Nov. 2023) - 65kWh Akku - Prime + alle Pakete +

    MVG Anhängerkupplung - Meta Blue

    • tja, das wird wohl alles noch dauern. Wir sind bei uns 20 Parteien in der Anlage (Eigentümer). Vor 4 Jahren erste Anfrage eines Eigentümers bez. Wallbox. Messung des Hausnetzes durch die Stadtwerke. Fazit: einer kann eine Wallbox haben, die restlichen 19 dann nicht (mehr). Dazu kommt noch, wer denn seinen Stellplatz für diese (dann allgemein zugängliche) Wallbox opfern würde? Es müssten die Stadtwerke dann wohl auf der Strasse eine Lademöglichkeit schaffen. Das letzte Mal, als die Stadtwerke die eine Ladesäule (22 kw) im Viertel auf zwei Säulen erweitern wollte, hat man 4 Monate daran herumgebaut, weil auch für diese Minileistung erst die Zuleitung erneuert werden musste. All dies war genau der Grund, warum ich mir wieder einen Verbrenner bestellt habe. Wobei ich aktuell froh bin, daß es kein Diesel ist.
  • Im Prinzip kann man immer mehr als eine Wallbox installieren. Dafür gibt es statisches oder dynamisches Lastmanagment. Das Problem ist halt genügend Eigentümer zu finden, die das wollen und sich die Kosten teilen.

    Kona SX2 Elektro (Nov. 2023) - 65kWh Akku - Prime + alle Pakete +

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  • lieber Kromig, mag vielleicht stimmen. Ich würde mich jedoch als Nichtelektriker, wie meine Miteigentümer auch, nicht über das Urteil der Stadtwerke hinwegsetzen. Dann bleibt noch das Platzproblem. Wo bitte gibt es in einer Mehrfamilienanlage einen "übrigen" Stellplatz für eine wallbox? Die können dann höchstens auf der Strasse installiert werden, falls dort, je nach Lage, Parken bzw. Laden überhaupt möglich ist.

  • Der Witz beim statischen Lastmanagment ist ja, dass sich das nach außen wie eine 11kW Wallbox verhält. Die 11 kW werden halt einfach aufgeteilt. Lädt nur einer, bekommt er 11kW. Lädt noch ein zweiter, kriegt halt jeder nur 5,5kW u.s.w. Nach außen ist das aber halt immer nur so wie eine Wallbox.


    Beim dynamischen Lastmanagment, wird der Strom, der im Haus verbraucht wird überwacht und das was der Hausanschluss noch hergibt, an die Wallboxen verteilt. Das geht auch mit mehr Wallboxen als beim statischen Lastmanagment. Vor allem steht die meiste Zeit (z.B. Nachts) auch für mehrere Wallboxen halt viel Leistung zur Verfügung. Dynamisches Lastmanagment ist aber deutlich aufwändiger und teurer als statisches Lastmanagment.


    Das Problem ist halt eher, dass sich genügend Leute finden, die bereit sind dafür zu bezahlen. Bei uns mit 6 Garagen, wären z.B. problemlos 6 Wallboxen mit statischem Lastmanagment möglich gewesen. Das statische Lastmanagment machen die Wallboxen einfach untereinander aus. Ich war jetzt aber halt nicht bereit erst einmal alleine 7000 Euro zu bezahlen um überhaupt Strom in die Garage zu bekommen.


    Wenn es bisher nur eine Anfrage gab, die ergeben hat, dass nur eine Wallbox möglich ist, so ist das ja korrekt. Das schließt aber halt ein Lastmanagment nicht aus. Hilft jetzt aber meistens nicht weiter, wenn nicht eine signifikante Anzahl von Eigentümern an einer Wallbox interessiert ist.

    Kona SX2 Elektro (Nov. 2023) - 65kWh Akku - Prime + alle Pakete +

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