Die Lebensdauer eines Reifens ist ja nicht vom Profil abhängig.
Zumindest nicht allein vom Profil!
Mit jedem Jahr härtet die Gummimischung weiter aus...und ist irgendwann halt überhaupt nicht mehr griffig
Freilich. In der Theorie müsste der Reifen irgendwann Doroplast werden, also Null Elastizität. Passiert nur nicht, denn das Aushärten geschieht nicht linear.
Auch dieses Aushärten schreitet also von Jahr zu Jahr geringer voran und passiert "im Reifen" von dessen Oberfläche aus nach und nach in die Tiefe.
Ist ja auch klar, denn die festeren Strukturen an den "Außenflächen" behindern ja auch das weitere Enweichen von "Lösungsmitteln/Weichmachern".
Wer jemals etwas ältere Reifen aus dem Keller geholt hat, kann bestätigen, das die an den Laufflächen und Flanken erstmal hart und glatt sind, garnicht wie Gummi, auf dem Asphalt eher griffig wie ein Legostein und nicht wie ein Gummireifen ![]()
Aber wenn jemand viel fährt und die Oberflächen regelmäßig immer weiter abnutzt, geht auch das Aushärten "in die Tiefe" etwas schneller - andererseits ist dann das Profil weg, bevor der Reifen zu hart wird ![]()
Mehr wie 8 Jahre ist ein absolutes NoGo.
Auch wenn ich durchaus befürworte, dass man die Dinger nicht zu lange nutzt: Das kann man wohl kaum über einen Kamm scheren. Gummimischungen sind etwas verschieden, manche Profile sind viel tiefer und ihre Strukturen ausgeprägter. Diese acht Jahre sind ein pragmatischer und sicherlich sehr guter Wert, aber der eine Reifen hält nicht mal diese 8 Jahre und der andere über 10.
M.E. ist jede derart pauschale Angabe wie "mehr als 8 Jahre" zumindest aus materialtechnischer und physikalischer Warte unhaltbar.
Aus gesetzlicher Sicht mit Sicherheitszuschlag etc. dagegen geht das durchaus in Ordnung - zumindest wenn man solche Angaben sagen wir aller 20 Jahre mal auf den Prüfstand stellt und ggf. dezent an neue Entwicklungen anpasst. Heutige Reifen sind in vielerlei Hinsicht anders und besser als die von vor dreißig Jahren oder vor sechzig Jahren ![]()