Was "echtes" autonomes Fahren angeht sehe ich hier noch viel Entwicklungsbedarf, aber auch Möglichkeiten/Chancen abseits der heutigen Abstandsregelungen.
Denn "technisch" fällt ja die sehr individuelle menschliche Reaktionszeit weg und somit auch im Grunde der Bedarf eines Sicherheitsabstands, der auch noch die schlechteste menschliche Reaktionszeit berücksichtigt.
Das sind nun die ganz grossen Themen, da kann es schnell philosophisch werden - bezweifle ob ein autonomes System einen Unfall verhindern kann bei superkleinen Abständen, wenn der China-Vordermann ne Phantombremsung hinlegt. So komplexe Situationen wie Du sie schilderst, sind eine grosse Herausforderungen für solche Systeme. Zig Fabrikate hier zu einer vernünftigen "Zusammenarbeit" zu bringen stelle ich mir sehr schwierig vor. Nur mit zentralem Leitsystem würde man sowas hinkriegen, dann gibt der Fahrer aber definitiv die Kontrolle ab. Die Frage ist halt ob soviel Automation und Sensorik wirklich Sinn macht. Das führt mich weiter zur Frage, warum denn die Menschen soviel pendeln müssen (wollen). Person A mit Berufsprofil X fährt von Stadt Y zu Stadt Z zur Arbeit. Person B, ebenfalls mit Berufsprofil X fährt von Stadt Z zu Stadt Y zur Arbeit. Eigentlich widersinnig. Hier versuche ich persönlich einen ganz anderen Weg zu gehen (Arbeit in der Nähe mit Ebike, 1 Auto für 2 Familien), bin mir aber bewusst, dass dies nicht für alle möglich ist. Auch in CH wird vom Arbeitsamt ein Arbeitsweg von 2h als tragbar gesehen.