Moin,
NMC-Akkus und LFP-Akkus sind wie Äpfel und Birnen...
Beides Obst aber dennoch grundverschieden 
In der Tat finden die einzelnen Zellen der beiden Akku-Varianten den Ladezustand von 100% nicht wirklich super. Es stresst die Zellchemie dermaßen, dass sie schneller degradiert.
Aber, wenn wir Nutzer:innen von Akkus diese zwischen den Ladezuständen 0%-100% bewegen, dann sind diese Bereiche nur das, was uns das BMS sehen lässt! 
Die Akku-Hersteller haben über das BMS jeweils unterhalb von 0% und oberhalb von 100% - was wir Nutzer:innen sehen einen Puffer von mindestens 5% eingebaut.
Somit bewegen wir die Akkus in Wirklichkeit
(min-max) zwischen 5%-95% 
Das erst einmal für die (min-max) Ladezustände, die wir Nutzer:innen nutzen können. Die Hersteller rechnen ja immer mit den Super-DAU 
Und nun zu den beiden Akku-Typen NMC und LFP. Beide sind chemisch so grundverschieden, sodass sie ebenso unterschiedliche IDEALE Ladezustände haben. Wo der NMC Akku gern zwischen 20%-80% bewegt werden möchte und sich bei 40%-60% an "wohlsten fühlt",
da wünscht sich ein LFP-Akku eigentlich seine WohlfühlGrenzen Bei 0%-25% 
Jo, voll krasser Unterschied zwischen den beiden Akku-Chemien 
Also verallgemeinert hier nicht immer zwischen Äpfel & Birnen.
Was nun das Nutzungsverhalten angeht, sollte ein NMC-Akkupack tatsächlich mindestens alle 5-10 Aufladungen (je nach Fahr-und Ladeprofil - gern aber ein Mal im Monat) auf 100% laut sichtbaren Ladezustand vom BMS gebracht werden. Im letzten Zehntel der Aufladung, welches am längsten im Verhältnis Zeit-zu-Ladekapazität steht, wird der Akku nicht mehr gleichmäßig geladen, sondern die einzelnen Zellen zueinander angeglichen. Das BMS versucht in der Situation die unterschiedlichen Zellspannungen und damit die Ladungsunterschiede der einzelnen Zellen je Akku-Modul auf einen gleichen Wert zu bringen.
Das nennt sich Balancieren (Balancing)
Wichtig, Balancieren hat NICHTS mit Degradation zutun
Das beides beeinflusst den Akku und seine abzugebene Kapazität, sind aber wieder so unterschiedliche Themen wie Äpfel und Birnen!
Da der optimale Nutzungsbereich von LFP-Akkus ganz andere Grenzwerte hat (0%-25%) streiten sich die Gelehrten, ob Balancieren bis 100% beim LFP überhaupt zielführend ist. Scheinbar wurde das Balancieren im BMS von LFP-Akkus bereits bei niedrigeren Werten weit unter 100% implementiert. Fakt ist, auch die einzelnen Zellen von LFP-Akkupacks können auseinander laufen...
Da Nutzer:innen von LFP-Akkus natürlich nicht nur 0%-25% laden, sondern auch zumeist bis 80% oder auch höher Aufladen, schadet dies theoretisch dem Akku, aber bei einer Zyklenfestigkeit von bis zu 2000 Ladezyklen, sind die Schäden der Zellchemie scheinbar vernachlässigbar... 
Zurück zum Eigentlichen Thema - 100% Aufladen von MNC-Akkus bei unseren Hyundai Kona, ja in regelmäßigen Abständen ist es sinnvoll und da der Akku da eh nur bei MAX 95% steht, auch für kurze Zeit nicht all zu problematisch.
Wer gelegentlich Akku-Balacing betreibt kann seinem Akku durchaus länger die volle Kapazität entlocken...
Aber bitte dabei bedenken, dass Hyundai unseren Kona weitaus mehr Kapazität mitgegeben hat, als normalerweise üblich. Darum haben viele Kona der ersten Generationen (zumindest bis MJ21) auch nach 4-5 Jahren und Laufleistungen >50.000km noch SOH-Werte von 100%. Das liegt daran, dass das BMS bei Degradation einfach auch dem oberen Puffer die degradierten % ausgleicht. Im Schnitt sollte bei o.g. Alter/Laufleistung ca. 5% Degradation vorliegen, was völlig normal wäre. Bei Hyundai hingegen ist der Puffer so großzügig ausgelegt worden, sodass diese Degradation vom Puffer zumeist ausreichend kompensiert werden kann. 
Bei guter Akkupflege kann diese Abpufferung somit recht lange ausgereizt werden...
[ OT an:
Habe einen der ersten Yadea G5 eMotorroller von 2020 mit 18650er Panasonic NMC-Zellen (60V/32Ah) den ich seit Anbeginn per Messprotokoll überwachen. Dieser Akku hat KEINEN versteckten Puffer!
Trotz bzw. Aufgrund guter Akkupflege hat der Akku nach 4 Jahren, über 6.000km und 227 Ladungen (entspricht ca. 114 Vollladezyklen) erste 3,1% messbaren Kapazitätsverlust. In der Fahrpraxis ist das gar nicht wahrnehmbar!
Der größte Kapazitätsverlust (2%) stellte sich im ersten Jahr bzw. nach 1.300 km ein. Dies ist der vollkommen normale Degradation am Anfang eines Akku-Lebenszyklusses. Seitdem "altert" der Akku kaum noch durch Nutzung, sondern unterliegt nahezu ausschließlich der chemischen Alterung.
OT aus ]
Daher kann ich aus meinen mehrjährigen Erfahrungen heraus sagen, dass eine nachhaltige Lageplanung
(im Rahmen der Akkupflege) dem Akku ein längeres "Leben" ermöglicht 