Ich habe mich heute an die Wallbox von einem Kumpel angeschlossen (11kW).
Mein Fahrzeug war auf 50%, ich wollte auf 90% aufladen. Beim 65kWh Akku wären diese 40% also etwa 26kWh, mit einer 11kW Wallbox also 2,5 Stunden Ladung.
Tatsächlich wurde mir in Bluelink auch 10,9kW Ladeleistung angezeigt, aber ... 3,5 Stunden Ladung?
So lange hat es dann auch gedauert - denn schließlich wurden mir 35kWh (laut App der Wallbox) in den Kona geladen.
Das wäre ein Ladeverlust von 35% ! Was zur Hölle?
Wir haben den Kona SX2 electric jetzt genau 1 Jahr, und die Ladeverluste habe ich mir immer angesehen. Ich kann dich insofern beruhigen, dass der Kona eine solide Ladetechnik hat, die Verluste sind im Rahmen dessen was andere Fabrikate auch haben. Jeder Hersteller hat seine eigenen Vor- und Nachteile in speziellen Betriebssituationen, im Schnitt kochen alle mit Wasser.
Beim EV musst Du in Jahresdurchschnitten denken. Wenn Du nicht im hohen Norden wohnst, sind sehr kalte Tage doch im Jahresschnitt eher selten, das nivelliert sich aus.
Bei Aussentemperaturen (bzw Akkutemperaturen) von >+10°C kannst Du beim AC Laden Verluste erwarten im Bereich 8-15% (DC laden ist effizienter). Angezeigt wird im Auto immer die aufgenommene Leistung, nicht das was in den Akku geht.
Im Winter sieht das tatsächlich etwas anders aus.
Bei <+10°C (massgebend ist die Akkutemperatur) wirft der Kona die Akkuheizung an zum Laden. Am Anfang schluckt die 6kw, in den Akku gehen also nur knapp 5kW bei 11kW AC. Er heizt dann bis der Akku 20°C hat, dann hält er ihn zwischen 16 und 20°C für die Ladung. Durch das Laden wird der Akku auch erwärmt, meistens braucht er die Heizung im Verlauf der Ladung dann nicht mehr. Besonders schlimm ist im Winter nur kurz AC anstecken, das ist sehr ineffient. Effizienter ist im Winter DC-Laden mit ca. 50kw, da fällt die Heizung weniger ins Gewicht.
Du findest zum Thema Ladeverluste viele Beiträge hier im Forum.
Interessant sind auch die Messungen von Biörn Nyland: