Gestern wurde mir vom Service Mechaniker während der ersten Durchsicht mitgeteilt, dass die Sensoren oberhalb von 2,3 bar lediglich den Druck anzeigen und nur darunter alarmieren. Im Umkehrschluss müsste das ja bedeuten, dass oberhalb von 2,3 bar Druckunterschiede von unbegrenzter Höhe vorliegen können und durch das System keine Alarmierung gibt.
Das ist nach meinem Verständnis so gewollt. Messen heißt nicht alarmieren. Das RDKS soll in erster Linie vor Unfällen durch (schleichenden) Druckverlust schützen. Deshalb wird besonderer Wert auf Alarmierung bei einem zu geringen Luftdruck eines einzelnen Reifens gelegt. Das ist gerade für die passiven Systeme wichtig. Unterschiedlicher oder zu hoher Luftdruck wird nicht alarmiert, kann man bei aktiven Systemen aber anschauen. Und wie holgi bemerkt darf das Auto mit den Messwerten natürlich auch weitere Meldungen anzeigen. Erwarten kann man das IMO nicht.
Das RDKS entbindet den Fahrer nicht von der regelmäßigen Kontrolle des Drucks. Die Kontrolle sollte laut ADAC unabhängig, also nicht mit dem RDKS des Autos erfolgen. Also so wie früher
Siehe https://www.adac.de/rund-ums-f…ifendruck-kontrollsystem/
Es verhält sich also so, wie es mit den meisten Assistenzsystemen ist: Im Fehlerfall unterstützt es bei der Erkennung des Fehlers und verhindert so hoffentlich einen Unfall. Es entbindet den Fahrer nicht von der Verantwortung, in diesem Fall den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren.
Ich schaue mir deshalb regelmäßig die Reifendruckanzeige im Cockpit an und etwa einmal pro Halbjahr prüfe ich mit einem Reifenfüller
(Jedes Mal beim Räderwechsel)