Zum Ladeanschluss Zuhause eine Frage

  • Das was Kromig mit seinen 7.000 Euro beschreibt, habe ich oben gemeint, dass eine feste Wallbox viel kosten kann.

    Laden ist sehr individuell!

    In einer großen Stadt mit nur gelegentlichen Ausflügen oder hauptsächlich"geschäftlichen" Fahrten wird man die mobile Wallbox selten brauchen.

    Wenn aber das Setzen einer festen Wallbox bei einer vorhandenen Starkstromdose sehr teuer ist, macht es schon Sinn. Zumindest zunächst.

    Wenn man Kinder, Eltern, Geschwister, o.ä. besucht, die alle eine Starkstromsteckdose haben, macht es das Laden sehr bequem und günstig.


    Ich habe mittlerweile ca. 10.000 kwh mit mobilen Ladeziegeln geladen. An drei privaten Standorten hätte die Installation einer festen Wallbox viel gekostet. Die Nutzung einer mobilen Wallbox an einer vorhandenen Starkstromsteckdose, muss auch dem Netzbetreiber angezeigt werden, macht aber Umbauten am Sicherungskasten nicht zwingend nötig. Wobei der Neueinbau einer festen Wallbox fast immer Änderungen am Sicherungskasten nötig macht und somit auch die Anwendung der aktuellen Vorschriften. (Muss steuerbar sein.)


    Wenn dein Elektriker also ohne großen Aufwand eine Starkstromsteckdose in der Garage setzen kann, dann los. (Die Dose könnte schon vor Jahren gesetzt worden sein.)

    Ob er dann gleich einen kleinen Sicherungskasten in die Garage setzt oder du dir einen kleinen "Baustellenstromverteiler" kaufst, macht keinen großen Unterschied.

    Solche Baustromverteiler gibt es auch mit Sicherungen schon für 50-100 Euro.

    Vorteil, du kannst dann auch andere Geräte benutzen, Lampen, Heizlüfter, Staubsauger, usw.

    Wenn die mobile Wallbox dann dauerhaft an der Wand hängt, kannst du bei Nichtbenutzung einfach die drei Sicherungen ausschalten. Dann kein Standby-Stromverbrauch der Box.


    Frag den Elektriker, was es mehr kosten würde die Leitung in 5x6mm² auszuführen.


    Ich habe mit Brennenstuhl gute Erfahrungen gemacht. Die Produkte kosten aber wohl auch ein bisschen mehr.

    Stromverteiler für jede Anwendung | brennenstuhl®


    Für diese mobilen Wallboxen gibt es Adapter, so dass man die dem Fahrzeug beigelegten 230V-"Notladeziegel" nicht benötigt. (Wenn man die mobile Wallbox immer im Auto hat.) Lässt sich bequem im Frunk verstauen.

  • 11 kW wallbox muss nicht steuerbar sein, nur beim Netzbetreiber angemeldet werden!

    Steuerbar gilt nur für 22 kW.

    Das stimmt so nicht:


    Seit dem 1. Januar 2024 müssen neu installierte Wallboxen (> 4,2 kW) in Deutschland netzseitig steuerbar sein. (§14a EnWG)


    Oder hat sich da schon wieder was geändert?

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  • 11 kW wallbox muss nicht steuerbar sein, nur beim Netzbetreiber angemeldet werden!

    Steuerbar gilt nur für 22 kW.

    Hierzu ändern sich die Vorschriften mehrfach. Sollte man immer zeitnah prüfen.

    Aktuell schreibt der ADAC:

    "Fernsteuerung muss akzeptiert werden


    Seit Anfang 2024 müssen alle Stromkundinnen und -kunden, die eine Wallbox ab einer Abnahme-Leistung von 4,2 kW in Betrieb nehmen, die Steuerung ihrer Geräte durch den Netzbetreiber akzeptieren. Auch mobile Ladegeräte fallen unter die Neuregelungen."


    Übergangsfristen für die Netzbetreiber, da die z.T. 20-25 Jahre hinter der Entwicklung hinterher hängen.

    Sehr umfangreiches Thema. Hier dann OT, da nur einer von vielen Hinweisen.

  • Ob er dann gleich einen kleinen Sicherungskasten in die Garage setzt

    Ich würde wohl einen kleinen Kasten mit FI davor setzen. Aber ich bin inzwischen so weit, dass ich sage, eine Schucko Dose würde auch reichen. Wenn man das Auto die nächsten 24 - 30 Std. nicht braucht, anstecken und fertig. Aber ich werde die Mobilie 11KW Wallbox trotzdem von Anfang an im Auto mitführen. Ich möchte alle möglichkeiten haben, dass ich immer eine Stressfreie Möglichkeit zum Laden habe.

  • Wenn der Vermieter einverstanden ist, dann lass Starkstrom legen. Ob du das dann benutzt ist der 2. Schritt. Anmeldung nicht notwendig. Auch an der Starkstromsteckdose kannst du 1 phasig 16A (230V) Laden. Ganz ohne Anmeldung.

    Wenn der Vermieter eine 230V-Leitung gelegt hat, wird ein update auf Starkstrom schwer.

    Nur mal ganz ungenau:

    1 phasig - 30% Verlust (100km - 6h)

    3 phasig - 10% Verlust (100km - 1,5h)